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Feuerstelle  Grabungen Pfostenloecher Gebaeude

Kreisverkehr L 902 am Geiselberg

Neue Brücke und archäologische Funde

Nördlich des Geiselberges finden umfangreiche Baumaßnahmen statt, wie jeder sehen kann, der in Richtung Bornim oder Grube fährt. Im Auftrag des Landesbetriebes Straßenwesen Brandenburg, Dienststätte Potsdam wird ein Kreisverkehr errichtet sowie eine neue Brücke über die Bahntrasse gebaut. Dazu wurde ein Teil des Waldes auf dem Geiselberg gerodet, um die Bornimer Chaussee von Golm kommend auf den Kreisverkehr einschwenken zu lassen. Gleichzeitig wurden die Baumaßnahmen am Umspannwerk fortgesetzt, dass beim Erscheinen dieser Zeitung fast fertig sein wird. Wen technische Details interessieren, dem wollen wir die Kurzbeschreibung des Bauvorhabens aus der Bauausschreibung nicht vorenthalten (siehe Kasten).

 

Seit geraumer Zeit zieht es allerdings auch viele Golmer Bürger, oft mit ihren Kindern, am Wochenende zur Baustelle. Unseren Ortschronisten sieht man selbstverständlich fast täglich an der Grabungsstelle. Denn im Winkel der bisherigen Straßen wird durch die Archäologie Manufaktur GmbH aus Wustermark eine archäologische Grabung durchgeführt. Über die Ergebnisse wird auf den Webseiten der Firma berichtet.

 

Für den Laien ist auf den ersten Blick nicht viel zu entdecken, das geschulte Auge der Archäologen aber kann so manche Schlüsse ziehen. „Das Vorhandensein eines grob umrissenen Bodendenkmals nördlich des Geiselbergs war bekannt und die Grabungen sollten diese Funde präzisieren“, gab Herr Heller vom Grabungsteam an. Leider tauchten bisher nur wenige Funde auf, etwa Keramikstücke und etwas verkohltes Holz, die bisher keine genaue Datierung erlaubten. Die Archäologen ordnen die bisherigen Funde grob als möglicherweise sowohl neolithischen Ursprungs, als auch bronze- oder eisenzeitlich sein - hier im Gebiet also etwa 1200 v.Chr. und andere Bereiche könnten zu Siedlungsstrukturen bis hinein in die römische Kaiserzeit gehören, 300 n.Chr. In einem Graben konnten mehrere in einer Reihe angeordnete Feuerstellen identifiziert werden, die darauf hindeuten, dass es sich nicht um Feuerstellen in Häusern handelte, sondern um eine Produktionsstätte für Keramik. Hier wurde der nur wenige Dutzend Meter entfernt anstehende Lehm und Ton möglicherweise zu Gefäßen gebrannt. „Der Bereich in dem jetzt die Bahnlinie unter der Brücke verläuft, findet man in alten Karten unter der Benennung Lehmkuten“, wie Herr Seidel berichtete. Am Rand zur Straße nördlich des Geiselberges finden sich Verfärbungen im Boden, die auf mögliche Pfostengruben eines Hauses hindeuten. Ob es sich tatsächlich um Pfostengruben handelt, wird durch weitere Grabungen überprüft werden. Hier hofft man, dass man unter der jetzigen Straße, wenn diese abgeräumt wird, weitere Funde macht, um den tatsächlichen Grundriss des Hauses erfassen zu können – falls diese Spuren beim Bau der alten Straße nicht zerstört wurden.

 

In der Sandschicht sind weiterhin regelmäßige rechteckige Verfärbungen zu sehen. Dabei handelt es sich um Bodenverbesserungsmaßnahmen aus dem 19. Jahrhundert. Es wurden Gruben ausgehoben, mit Humus gefüllt und wieder verschlossen. Diese Maßnahmen dienten auch der Trockenlegung.

„Darüber hinaus weist ein weiterer, nur wenige hundert Meter entfernter, früher datierender Befundkomplex der vorrömischen Eisenzeit auf ein neues Bodendenkmal am Zachelsberg hin, über dessen Ausdehnung noch keine weiteren Angaben gemacht werden können“ wie man der Webseite des Archäologenteams entnehmen kann.

 

 Dr. Rainer Höfgen

Redaktion 14476 Golm

 

Foto 1: Kreisverkehr Feuerstelle SW.jpg

Foto2: Kreisverkehr Pfostenspuren SW.jpg

© Höfgen

 

 

 

Kurzbeschreibung des Bauvorhabens

1 St Einfeldbrücke als schiefe Rahmenkonstruktion in Verbundbauweise (Rahmenriegel = 11 Stahlbeton-Halbfertigteile und Ortbetonergänzung) mit massiven Widerlagern (Flachgründung im Spundwandkasten) herstellen. Stützweite 16,4 m, Nutzbreite 12,3 m ca. 7500 m3 Bodenbewegungen ca. 300 m2 Spundwandverbau ca. 813 m3 Stahlbeton Unterbauten ca. 264 m3 Stahlbeton Überbau einschl. Kappen ca. 15 m Fahrbahnübergang aus Asphalt ca. 25 m Berührungsschutz ca. 90 m Stahlgeländer ca. 89 m Fahrzeugrückhaltesystem H2/W4 ca. 211 m2 Abdichtung ca. 32 m Böschungstreppe 1 St Spannbeton-Fertigteilbrücke (BT 70alt-Bauweise) abbrechen, 3 Felder mit Stützweiten 16,40 - 20,80 - 14,40 m = 51,60 m, Nutzbreite 10,10 m Wesentlich abzubrechende Teile sind: ca. 487 t Spannbeton-Fertigteilträger BT 70alt ca. 103 t Gesims-Fertigteile ca. 380 t Stahlbeton Unterbauten ca. 225 m3 Ausgleichs- und Füllbeton, bewehrt ca. 550 m2 Brückendichtung ca. 55 m3 Asphalt Fahrbahn und Kappen ca. 114 m Füllstabgeländer, h = 1,00 m bzw. 1,20 m ca. 30 m Berührungsschutz, h = 1,80 m ca. 108 m Betonschutzwand-Fertigteile, Delta Block 80 ca. 500 m2 Böschungsplattenbelag 30 x 30 cm2 ca. 2300 m3 Bodenbewegungen 1 St Umbau Oberleitungsanlage, Rückbau von 2 Mastpaaren und Herstellung 3 neuer Mastpaare einschließlich Kettenwerksregulierung 1 St Umverlegung Kabelanlagen der DB Netz AG, 3 LST- und 2 Telekommunikationskabel umverlegen einschließlich Kabeltiefbau Straßenbau: - ca. 830 m² Waldfläche roden - ca. 204 St. Bäume fällen und roden - ca. 2.500 m² Fahrbahndecke, Asphalt VWK A fräsen - ca. 2.450 m² Fahrbahnaufbruch, Asphalt VWK A - ca. 600 m² Fahrbahnaufbruch, Asphalt VWK B - ca. 3.000 m² Schichten ohne Bindemittel aufnehmen - ca. 620 m Bordsteine aufnehmen - ca. 5.000 m³ Oberboden abtragen und verwerten - ca. 44.000 m³ Boden liefern und einbauen - ca. 2.000 m³ Oberboden liefern und andecken - ca. 6.000 m² Bankett herstellen - ca. 10.200 m² Einbau Splittmastixasphalt SMA 8 S - ca. 3.850 m² Einbau Asphaltbeton AC 5 DN - ca. 2.500 m² Einbau Asphalttragdeckschicht AC 11 TD, 11 cm dick - ca. 1.000 m² Einbau Asphaltbinderschicht AC 16 BS, 5,5 cm dick - ca. 11.200 m² Einbau Asphalttragschicht AC 22 TS, verschiedene Dicken - ca. 1.900 m² Einbau Asphalttragschicht AC 16 TN, 7 cm dick - ca. 2.000 m³ Einbau Schottertragschicht 0/32 - ca. 480 m Granitbordstein A5, B 6 - ca. 300 m Granitbordstein F 30/15 - ca. 190 m Kantenstein 60x200 - ca. 120 m² Betonsteinpflasterdecke 8 cm Gehweg - ca. 21 St. Straßenabläufe mit Anschlussleitung DN 150 - ca. 1.000 m Fahrzeugrückhaltesysteme - ca. 40 St. Beschilderung - ca. 3.600 m Markierung.

 

 

 

Sommerkonzerte in der Kirche Nattwerder

1.Mai, 12.Juni, 24.Juli, 4.September 2016 immer 16.30 Uhr

Programm an der Kirche und im Mitteilungskasten!

Gottesdienste u.a.

Frauengesprächskreis                                       10.8.,  20.00 Uhr. Pfarrgarten Bornim

Gartengottesdienst 28.8.16 , 10.00 Uhr

Frauenfahrt nach Zingst 23. - 25.9.16

Abendläuten Grube Kirche                               9.9., 21.10., 11.11.16, jew. 18.00 Uhr, 20.00 Uhr

 

GD  Kirche Nattwerder                                    21.8., 11.9.16 , 10.30 Uhr

 

 

Unseren aktuellen V E R A N S T A L T U N G K A L E N D E R   finden Sie hier...

GELÄNDE FÜR HUNDETAGESSTÄTTE GESUCHT

Eine Tagesstätte für Hunde ist in der Stadt bisher noch nicht vertreten, wird aber dringend gebraucht. Die Betreiber der Hundeschule hundwärts in Golm suchen dafür ein geeignetes Objekt, das an die bereits bestehende Hundeschule angegliedert werden, die veterinäramtlich überprüft ist und die Erlaubnis nach § 11 TierSchG hat.

Mehr Informationen zu „hundwärts!" finden Sie unter www.hundwärts.de

Die Hunde sollen werktags betreut werden, es handelt sich nicht um eine Hundepension.

Gesucht wird ein geeignetes Gelände zur Pacht oder ggf. auch zum Kauf.

Ideal wäre eine größere Wiese, die in verschiedene Plätze unterteilt werden könnte und ein (gerne auch renovierungsbedürftiges) Gebäude, in dem die Hunde bei schlechtem Wetter betreut und trainiert werden können.

Angebote bitte an:

Astrid Weiß
Zertifizierte Hundeerzieherin & Verhaltensberaterin IHK|BHV
Dozentin IHK
In der Heide 2b
14476 Potsdam
Tel.:
0331 / 505 11 57
Mobil: 0178 / 873 22 25
E-Mail:
info@hundwärts.de
Web: www.hundwärts.de